Luthers Einfluss auf die Werke von Joh. Sebastian Bach

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Martin Luthers Einfluss auf die Kultur ist enorm: Seine Bibelübersetzung hat unser heutiges Deutsch geprägt, evangelische Pfarrhäuser wurden seit Luther zu Keimzellen von Kultur und Bürgersinn, und das kirchliche Liedgut wurde von der Kulturrevolution der Reformatoren erfasst. Denn erstmals wurde geistliche Musik mit deutschen Texten komponiert und von Menschen auch ohne Lateinkenntnisse in Kirchen gesungen.
 
Ursula Jürgens, Managerin des Monteverdi-Chores Hamburg, stellt diesen musikalischen Umbruch am 5. September, 15:30 bis 18 Uhr, in den Blankeneser Gesprächen vor. Der Monteverdi-Chor Hamburg, ein Kammerchor der Universität, präsentiert seit 62 Jahren die Stadt Hamburg auf Festivals im In- und Ausland. Hauptpastor em. Helge Adolphsen moderiert den Nachmittag.
 
Die Musikexpertin Jürgens stellt Komponisten vor, die an dem Umbruch in der Kirchenmusik beteiligt waren. Sie komponierten Kantaten und Choralbearbeitungen für deutsche Texte, Menschen auch ohne Lateinkenntnisse sangen sie mit. Heinrich Schütz komponierte eine der ersten deutschsprachigen Passionen, der Hofkapellmeister Michael Praetorius deutschsprachige Messen. Johann Sebastian Bach schließlich wurde der bekannteste evangelische Komponist.
 
In den Kirchen von Braunschweig und Lübeck gerieten geistliche Liederzu Luther-Texten gar zu Bekenntnisliedern: Die Bürger sangen sie in ihren Kirchen und warben musikalisch für die evangelische Glaubensrichtung. Bis heute gehören Kirchenlieder von Luther zu den Klassikern der Gottesdienste.

Ort: Gemeindehaus

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